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Auf ein Wort ...
... und auf einmal ist man hundert ...
"Das Alter ist keine Krankheit. Es ist auch kein Problem, das gelöst werden müsste. Das Alter ist eine
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Christliche Senioren nutzen ihren Urlaub für Mission
Leben ist mehr - mehr als nur zu existieren. Jeder Mensch sucht Erfüllung, Liebe, Sinn im Leben. Wir sind davon
Mitten im Leben

Die Aktion zum Nachmachen: Seniorenfrühstück im Stadtteilcafé
Hallo Langerfelder Senioren...
so heißt es in dem fröhlichen Flyer, der seit Anfang Juni im Wuppertaler Stadtteil Langerfeld an die ältere Generation verteilt wird:
"Alleinsein war gestern ... heute ist wieder Donnerstag. Da starten wir froh den Tag mit einem leckeren Frühstück: Kontakte auffrischen, neue knüpfen, Erfahrungen austauschen, plaudern, genießen und informieren.
Wir laden Sie ein zum offenen Senioren-Frühstück
jeden Donnerstag im Stadtteitreff S48 in der Schwelmer Straße 48 in Wuppertal-Langerfeld.
- Beginn zu menschlicher Zeit um 9:00 Uhr
- Ende mit einem Impuls in den Tag gegen 11 Uhr (vielleicht genießen wir aber auch die Geselligkeit noch länger...)
offenen Senioren-Frühstück
das heißt...
- in geselliger Runde gemeinschaft genießen - dabeisein ist alles
- sich einfach mal verwöhnen lassen
- der frische Duft von gutem Kaffe und frischen Brötchen
- wahlweise mit herzhaftem Aufschnitt oder süßer Konfitüre, O-Saft und auch schon mal ein Ei
- und alles zu einem erschwinglichen Unkostenbeitrag von 3,50 Euro
- was verlangt man mehr?
Haben wir Ihnen Appetit gemacht?
Wir freuen uns, eine frohe Runde zu werden. Vielleicht wird ja noch mehr daraus: Wir werden miteinander viele gute Ideen haben, das Frühstückstreffen durch Musik, Literatur und Austausch so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. helfen Sie uns dabei.
Also bis nächsten Donnerstag um 9:00 Uhr im S48, dem Stadtteiltreff in der Schwelmer Str. 48 in Wuppertal-Langerfeld."

Eine gute Idee zum Nachmachen! Näheres unter www.s-48.de

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Wir machen Mut - auch bei Demenz
Vor unserer Seniorenanlage haben wir eine Bushaltestelle mit Sitzplätzen einge­richtet. So manches Mal nimmt ein Bewoh­ner Platz, um auf den Bus nach Hause zu warten. Dass er schon zu Hause ist, hat er vergessen. Zum Selbstschutz hält hier aber kein Bus - und bewahrt so vor gefährlichen Ausflügen. Dennoch gibt die Haltestelle -wie es ihr Name schon ausdrückt - Halt. Im Alter kann bzw. muss man sogar auf vieles verzichten. Halt sollte nicht dazu gehören, denn den braucht der Mensch zu jeder Zeit und unabhängig davon, wie alt er ist. Stati­stiken sprechen von einer großen Zunahme von Demenz in unserer Gesellschaft, und dies erfordert von pflegenden Angehörigen und Fachkräften höchste Kreativität, Viele haben daher schon im mittleren Alter Angst vor dem Altwerden. Demgegenüber steht aber die Verheißung aus Jesaja 46,4, „dass Gott uns bis ins hohe Alter tragen wird".

Gebete und Lieder wecken auf

Zur Betagtheit gehören zweifellos Vergesslichkeit, Leid und Krankheit. Dennoch wäre Furcht die falsche Antwort; weil das Alter eben nicht grundsätzlich nur dunkel ist. In un­serer Hausgemeinde stelle ich immer wie­der erstaunt fest, dass einige Bewohner al­les vergessen haben, selbst wer neben ih­nen sitzt. Aber bei Gebeten, alten Liedern und sogar bei Missionsanliegen sind sie oft erstaunlich klar. Sicherlich ist es für den Kör­per eine schwere Zeit. Sie enthält so manche Prüfungen, weil vieles irreversibel scheint oder Probleme nicht aufgearbeitet wurden. So kann es sein, dass sich jemand partout nicht duschen lassen will, weil Kriegserin­nerungen hochkommen. Ein anderer dagegen lässt sein gutes Benehmen völlig außer Acht.

Geduld und Weisheit sind gefragt

Für das Pflegepersonal stellen solche Situationen nicht selten eine geistliche Prüfung dar. Dann bedarf es sehr viel Ge­duld und Weisheit, das richtige Wort zum richtigen Zeitpunkt zu sprechen. Vor allem ist ein Signal wichtig: „Ich bin da und ich kümmere mich." Pflegebedürftige brau­chen das Wissen: „Nur weil ich vergesse, wird man mit mir nicht umgehen, als sei ich minderwertig oder ein kleines Kind." Sie brauchen die Gewissheit, trotz aller Behinderungen und Einschränkungen in der Lage zu sein, geistlich zu wachsen und sich integrieren zu können. Wertschätzung und Offenheit sind der Schlüssel zu einem vertrauten Miteinander.

Wenn Verwandte fehlen

Immer mehr von ihnen sind alleinste­hend und haben im Alter niemanden mehr. Nehmen wir daher die Herausforderung an, uns im Auftrag Jesu um sie zu kümmern. An­gehörige kommen dabei oft an ihre Gren­zen. Mit hoch motivierten Pflegekräften ei­nerseits in Heimen Hilfe anzubieten und andererseits die großartige Pflege zu Hau­se zu würdigen, ist daher wichtig und aner­kennenswert. Vonseiten der Gemeinde ist es ebenfalls wichtig, Pflegenden Hilfe anzubieten, auch wenn es uns die gesetzli­chen Vorgaben nicht immer leicht machen, Davon dürfen wir uns als Christen aber nicht abschrecken lassen. Vielmehr sollten wir Pflegekräfte und pflegende Angehöri­ge wertschätzen und sie bei ihrer Arbeit mit den alten Menschen unterstützen. Das ist ein starkes Zeugnis in einer Welt, die Pflegebedürftige oft nur noch als Kosten­faktor sieht.

Heinz-Otto Beimdieke arbeitet als Seelsorger in den Christlichen Seniorenhäusern in Burbach-Lützeln (bei Siegen)
christliche-seniorenhaeuser.de

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Senioren aktiv in Ilmenau:
Mit Jesus in deine Welt!
Die aktiven Senioren Siegfried und Renate Müller berichten von ihren Erfahrungen in Ilmenau/Thüringen und nennen einige Gebetsanliegen.

Kita Burgspatzen: In unserer Kita werden über 30 Kinder vorwiegend aus ungläubigen Elternhäusern betreut. Wir freuen uns, über die Gottesdienste mit den Kindern, Eltern und Angehörigen, um ihnen etwas von unserem Glauben und der Liebe Gottes weiterzugeben.

Uns persönlich ist es ein Anliegen, monatlich mit den Kindern von unseren Leben mit Gott zu berichten. Wir singen, lachen, scherzen zusammen und erzählen eine spannende biblische Geschichte. Wir beten darum, dass unser Herr in den Kinderherzen Seine Liebe eindringen lässt. Kürzlich sagte uns ein kleiner Junge: „Meine Eltern sagen, dass es gar keinen Gott gibt.“ Ich, Siegfried, erwiderte: „Weißt du, dass ich das als Kind auch glaubte. Aber inzwischen habe ich diesen Gott persönlich erlebt, der mich sehr liebt aber auch dich und deine Eltern.“

Er hat mir das offensichtlich abgenommen. Wir haben viel darüber nachgedacht und gebetet. Gebet: für die Kinder unserer Kita, ihre Eltern mit Angehörigen und Mitarbeiterinnen.

Mit den Gideons in die Jugendstrafanstalt: Als Gideons, wiedergeborene Christen aus evangelischen Kirchen und Freikirchen, verteilen wir Taschenbibeln in Schulen, Universitäten, Krankenhäusern, Hotels, Justizvollzugsanstalten, Polizei, Bundeswehr u.a. - Ende vorigen Jahres waren wir mit einigen Gliedern unserer Gemeinde in der Jugendstrafanstalt (JSA) in Arnstadt. In der neu errichteten Anstalt sind 280 Jugendliche untergebracht, die durch Straftaten eine Haft absitzen müssen. Wer sagt ihnen, dass Gott sie trotzdem liebt? Wir haben es getan. Einer öffnete sein Herz und rief Jesus im Gebet an. Wir werden demnächst wieder in dieser JSA sein. Gebet: für die Strafgefangenen und dass sich noch weitere Mitarbeiter für die Aufgaben der Gideons gewinnen lassen.

Deutsch für ausländische Studenten:
Im Rahmen der Studentenmission Deutschlands (SMD) werden in der Vorlesungszeit wöchentlich im Interclub der TU Ilmenau seit 15 Jahren ausländischen Studenten zum “Interaktiven Deutschkurs“ eingeladen. Wir beteiligen uns zusammen mit Studenten an diesen Zusammenkünften. Gemeinsam üben wir an Hand biblischer Texte die deutsche Sprache, machen Grammatik und laden sie zu uns in die Wohnung ein. Beim gemeinsamen Essen, Austausch über ihre Herkunftsländer, gemeinsamen Singen, Lachen und frohem Zusammensein erleben wir eine Gemeinschaft, die glücklich macht. Zu Weihnachten waren 19 ausländische Studenten aus 6 Ländern zu uns gekommen. Nach dem Gespräch über das Kommen von Jesus in diese Welt fragte ein chinesischer Student: „Ich bin ein ‚Gutmensch‘, werde ich auch zu Gott kommen?“ Wir konnten ihn sagen, dass Gutestun vor Gott sehr gut ist, aber dass wir Vergebung unserer Schuld
brauchen, um ewiges Leben zu erhalten. Hat er die Botschaft verstanden?
Gebet
: für die ausländische Studenten und dass sich Studenten für die Koordination
dieser Arbeit bereitfinden.
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Senioren geben Deutschunterricht für ausländische Studenten

Seit über 10 Jahren  arbeiten Siegfried und Renate Müller im Rahmen der SMD (Studentenmission Deutschland) an der Technischen Universität Ilmenau, Thüringen, mit dem Thema: „Deutsch lernen mit der Bibel“ unter Ausländern.
Erst vor kurzem hatten sie zu Semesterbeginn Ausländer zum Essen zu sich nach Hause eingeladen. 20 Personen aus 6 verschieden Ländern - darunter 6 aus China - waren gekommen. Ein besonderes Erlebnis war, dass sie zu diesem Zusammensein eine junge Frau aus Kamerun begrüßen konnten, die bereits vor 10 Jahren  beim „Deutsch lernen mit der Bibel“ dabei war und jetzt wieder in Deutschland an einem Lehrgang teilnimmt.
So haben sich in den letzten Jahren 20 – 30 chinesische Studenten besonders durch die Arbeit vor Ort von Chinesen aus Amerika für Jesus Christus entschieden. Sie versammeln sich wöchentlich zu ihren Gottesdiensten in ihrer Sprache. Es gibt viele persönliche Beziehungen auf seelsorgerlichem Gebiet. Ein großes Anliegen ist es Müllers, dass die Studenten im Glauben gefestigt werden, um nach ihrem Studium in ihre Heimatländer zurückzukehren, um dort auch Zeugnis für unseren HERRN zu sein und neben ihrem Beruf für Ihn zu wirken.
Ein junger Chinese, den Müllers eine Zeit begleitet haben, lernte zur Messe in Hannover einen gläubigen Chinesen kennen, der ihm sofort eine Arbeitsstelle in seinem Unternehmen in Schanghai vermitteln konnte.
Hier ein Presseartikel aus der örtlichen Zeitung:

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Von wegen Ruhestand ...

Im Februar 2008 wurden wir von der Gefährdetenhilfe Scheideweg, Hückeswagen, gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, die Leitung ihrer Missionsstation in Kenia zu übernehmen. Diese Anfrage traf uns wie ein Hammer, völlig unvorbereitet. Ich befand mich zwar schon fünf Jahre im sogenannten Ruhestand, aber Norma und ich waren beide im Gemeindeleben, bei den Gideons, in der Gefängnisseelsorge und bei der Gefährdetenhilfe selbst reichlich mit Aufgaben versorgt. Außerdem nahm uns die Begleitung unserer Kinder mit ihren Familien nicht wenig in Anspruch. Und all das sollten wir für zwei Jahre zurücklassen? In dieser Situation sprach der Herr sehr deutlich zu uns. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde jedem für sich in der stillen Zeit klar, was wir zu tun hatten. Obwohl die politischen Unruhen nach den letzten Wahlen in Kenia noch nicht ganz abgeklungen waren, hatten wir über unserer Entscheidung großen inneren Frieden. Dazu hat sicher auch die Zustimmung unserer Kinder beigetragen.

Nachdem wir einen Monat später in einer Schnupperwoche unser Arbeitsgebiet erkundet hatten, befanden wir uns am 15. Mai schon mittendrin. Und dann ging es richtig los: Ausbau eines großen Wohnhauses, Leitung einer 60 ha großen Farm mit bis zu 30 Beschäftigten, einschließlich der gesamten Buchhaltung und allen kaufmännischen Begleitaufgaben. Für einen alten Lehrer ohne entsprechendes Fachwissen eine wahre Herausforderung. Dem Herrn sei Dank standen uns zwei kompetente Agrarfachleute zur Seite.

Die Farm bot zwar dreißig afrikanischen Familien eine Existenzgrundlage, aber das Hauptziel bestand darin, das Evangelium in den umliegenden Gefängnissen zu verkünden und Strafentlassene aufzunehmen, damit diese von hier aus wieder in die Gesellschaft integriert werden können.

Soweit es Zeit und Kraft erlaubten, haben wir uns an den regelmäßigen Einsätzen in 12 Gefängnissen in drei Städten beteiligt. Die Leitung hierfür lag in den Händen eines afrikanischen Bruders. Nachdem dieser mit seiner Familie auf der Farm eingezogen war, konnte auch schon bald der erste Junge aus dem Jugendarrest aufgenommen werden. Inzwischen sind es schon drei Burschen, die sich bereits in weiterer schulischen oder beruflichen Ausbildung befinden. Es bedeutete eine große Hilfe, dass wir bei der DIGUNA wohnen konnten, 17 km von unserem Arbeitsort entfernt. Die Geschwister auf der Diguna Station standen uns stets mit Rat und Tat zur Seite, so dass wir vor mancher Fehleinschätzung in der dort völlig anderen Kultur bewahrt blieben.

Nach einer ereignisreichen und beglückenden Zeit kehrten wir nach zwei Jahren wieder heim - schweren Herzens, denn Land und Leute waren uns sehr ans Herz gewachsen. Unsere Aufgaben wurden von einem afrikanischen Bruder übernommen.

Als wir ein halbes Jahr nach unserer Heimkehr noch einmal dort zu Besuch sein konnten, gab es ein frohes Wiedersehen. Wir freuten uns, dass es dort auch ohne uns weitergeht.
Aber Afrika lässt uns nicht los. Etwa auf der Hälfte zwischen unserem Einsatzort und Nairobi liegt Nakuru. Dort betreut ein afrikanischer Bruder Straßenjungen. Mit Hilfe von Geschwistern aus unserer Gemeinde dürfen wir diese Arbeit unterstützen. Die Zukunft wird zeigen, ob wir dem Ruf von dort „Kommt herüber, und helft uns" zu folgen haben.

Auf jeden Fall ist es ein Geschenk, auch im Alter noch dienen zu dürfen. Siebzig zu sein ist kein Alibi dafür, nur Zuschauer zu sein. Abraham war 75 und Moses sogar 80 Jahre alt, als sie dem Ruf Gottes zum Aufbruch folgten. Nicht zu unterschätzen ist auch die Signalwirkung, welche wir Alten auf die Jugend haben können. Zweimal besuchten uns jüngere Brüder bei unserem Einsatz in Kenia und waren eine große Hilfe. Zwei junge Schwestern aus unserer Gemeinde haben sich seit unserer Heimkehr von dem Herrn zu Einsätzen nach Peru und in den Kongo senden lassen. Aber: Alle Ehre sei dem HERRN!

Rolf Stosberg

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Heute morgen im Alltag erlebt
Heute morgen war ich mit einer Altenpflegeschülerin zur fachpraktischen Prüfung in der Wohnung eines Senioren, der ambulante Hilfe benötigte. Es ist üblich, dass die praktischen Prüfungen bei pflegebedürftigen Menschen vor Ort absolviert werden. Ich kenne die Patienten persönlich nicht, sondern sehe die alten Menschen erst am Prüfungstag. So auch diesen älteren Mann, von dem ich folgendes berichten möchte:
   Seit einigen Jahren wohnt Herr M. im "seniorenbetreuten Wohnen" in einer kleinen Wohnung. Er erzählt mir, dass er sehr froh ist, Hilfe vom Pflegepersonal zu erfahren, da er keine Angehörigen mehr hat. Vor 3 Jahren ist seine liebe Frau an Krebs gestorben, seine Tochter ebenso und sein Sohn ist im gleichen Zeitraum tödlich verunglückt. Sein einziger Bruder ist in der Zwischenzeit auch verstorben, und so ist er ganz allein.Trotzdem schien Herr M. nicht total verzweifelt und unglücklich zu sein. Die Pflegekräfte des ambulanten Pflegedienstes erklärten mir, dass Herr M. wohl "ziemlich christlich" sei und deshalb so gelassen wirken würde. Das hat mich neugierig gemacht und so habe ich mich mit Herrn M. unterhalten und ihn nach seiner Einstellung gefragt. Tatsächlich bestätigt mir der alte Mann seine persönliche Leidensgeschichte, erzählt aber gleichzeitig von der Größe und Liebe Gottes, ohne die sein Leben sonst sinnlos wäre. Er hat in seinem Leben 30 Jahre in der Gefängnisseelsorge gearbeitet und immer wieder den "Knackis" von der frohen Botschaft erzählt. Später hat er im Seniorenkreis mitgearbeitet, hat Bibelgesprächskreise geleitet (Wohlgemerkt keine Bibeldiskussionen. "Da gibt es nichts zu diskutieren")und aktiv am Gemeindeleben teilgenommen. Wenn er kann, sucht er auch jetzt noch Gemeinden und Gottesdienste auf und ist trotz des fortgeschrittenen Alters ein kritischer Zuhörer. Er achtert darauf, dass der Pastor oder Prediger Jesus Christus in den Vordergrund stellt, und wenn der Name Jesus nicht in der Predigt fällt, stellt er den jeweiligen Pastor zur Rede.

   So geschehen an einem der letzten Sonntage, woraufhin der Pastor meinte, dass die Leute  so etwas heutzutage nicht mehr hören wollten. "Genau das müssen die Leute hören, die Botschaft vom Kreuz ist doch das, was die Welt braucht",sagte Herr M. dem Pastor. Während dieser kurzen Unterhaltung mit einem mir bis dahin völlig fremden Menschen habe ich wieder einmal gespürt, wie Gott hilft, wie Gott beisteht, wie Gott Trost gibt, selbst in tiefem Leid. Das hat mich tief beeindruckt. Bei der Verabschiedung haben wir festgestellt, dass wir beide uns in der Liebe Jesu geborgen wissen und wir fühlten uns durch unseren Glauben miteinander verbunden. Alte Menschen, die so  zeugnishaft leben sind eine echte Bereicherung.
Helga Utsch, Dozentin einer Altenpflegeschule

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Die Idee: Das Seniorencafé
Ich gehe gerne ins Cafe  und deshalb habe ich gedacht, das könnte auch der Platz sein, wo ich evangelisieren werde. Und seit ziemlich genau einem Jahr besteht dieses Seniorencafe. Es ist  montags morgens von 9 bis 11Uhr geöffnet. Wir sind ein Team. Das Seniorencafe ist ein normales Cafe in der Fußgängerzone unseres Ortes, das montags morgen normalerweise geschlossen hätte. Wir haben das Cafe für uns, haben über die Zeitung und Handzettel dazu eingeladen. Es kommen immer zwischen 12 und 15 Personen. Und davon sind ziemlich genau die Hälfte Mitarbeiter aus der Gemeinde, die andere Hälfte sind treue Gäste. Und die Gäste, die kommen, kommen schon seit einem Jahr sehr regelmäßig, bis auf Einzelne, die mal reinschauen und wieder wegbleiben oder sich abmelden, weil ein Krankenhausaufenthalt vor ihnen liegt oder die aus Schwächegründen nicht mehr kommen können. Die meisten kommen regelmäßig, d.h. sie kommen gerne. 
Wir nehmen uns 1 Stunde Zeit für ein gutes Frühstück mit knusprigen Brötchen. Nach dem Frühstück halte ich eine kurze anschauliche Andacht. Ich komme ja von der Kinderarbeit her. Es ist eine kleine Geschichte, eine kurze Gegenstandslektion oder ein persönliches Zeugnis.
Danach Geselligkeit. Die alten Leute lieben es zu spielen, von „Mensch ärger dich nicht“ bis zum Großen Preis und Ratespiele. Alles wird gerne gemacht.        
Natürlich sind das zwei Stunden und man könnte sich fragen, welch ein Aufwand. Fünf bis 10 Minuten Andacht. Es wird gespielt wie in der Jungschar früher, aber wenn ich das vergleiche: Diese Personengruppe hat nach einem Jahr an die  500 Minuten  Evangelisation gehabt. Da ist der Aufwand relativ gering. Hinzu kommt, dass wir nicht nur fünf Minuten sprechen. Unsere Ausstrahlung, die Atmosphäre, unsere Zuwendung zu den Leuten, spricht mindestens so laut wie die Erzählung, obwohl ich die Erzählung für sehr wichtig halte, um zu wissen, warum die Atmosphäre so ist wie sie ist. Sie erfahren, wie sie auch dahin kommen können.

Von der Idee bis zur Umsetzung
Wir sind auf die Inhaber des Cafes zugegangen und haben  sie gefragt, ob sie sich das vorstellen könnten, das Cafe für zwei Stunden am Montagvormittag uns zu Verfügung zu stellen.
Die Gemeinde zahlt pro Frühstück 4,00 Euro und jeder Gast zahlt 2,00 Euro. Die Räumlichkeit ist laut Vereinbarung während dieser Zeit für uns reserviert und wenn doch jemand hinzu kommt, dann schicken wir ihn nicht weg – es sei denn, er fängt an zu rauchen oder laut zu werden.
Sigrid Langenscheid
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„Senior werden ist nicht schwer, Senior sein dagegen sehr!“
Alle acht Wochen treffen wir uns mit 35 bis 45 Personen zum gemütlichen Kaffetrinken in den Räumen unserer Gemeinde. Wir beginnen mit einer kurzen Andacht und widmen uns danach einem Thema für ältere Menschen, z.B.: "Typische Alterserkrankungen und wie man lernt, mit Einschränkungen zu leben." Auch für den Umgang mit erkrankten Angehörigen oder Freunden hat sich schon mancher Tipp, der bei diesen Treffen gegeben wurde, als hilfreich erwiesen.
"Alle möchten gerne alt werden, aber niemand will alt sein. Senior werden ist nicht schwer, Senior sein dagegen sehr!" Dass diese etwas lustigen Sätze der Wahrheit entsprechen, wird im Seniorenkreis deutlich. Andererseits erleben wir gerade hier viel Erfrischendes und Schönes. Unsere Senioren freuen sich auf diese Treffen und bringen auch Gäste aus der Nachbarschafft und dem Bekanntenkreis mit.
Wir gestalten gemeinsam kleine Ausflüge (die sich zumeist auch reger Beteiligung von "Nicht-Senioren" erfreuten) erleben frohe Stunden der Gemeinschaft in entspannter Atmosphäre und legen Wert darauf, dass "Aktivitäten und deren Rahmen" von den Älteren selbst bestimmt werden. Schätzfragen und Ratespiele bereiteten Kopfzerbrechen, wir hörten einen Beitrag über "Das Imkerleben und fleißige Bienen", Diakonissen erzählten eindrucksvoll über das Leben der Eva von Thiele-Winkler usw. usw. An Anregungen und Ideen fehlte es uns in der Zeit des Bestehens unseres Seniorenkreises noch nicht.
Mancher jüngere Mensch wäre überrascht, wenn er erleben könnte, wie fit, belesen und kreativ die ältere Generation sein kann. Nicht zu unterschätzen ist auch deren Lebenserfahrung und ihre Bereitschaft, am Gemeindeleben teilzunehmen und mitzuwirken. Es ist ihnen ein echtes Anliegen, dass Jung und Alt in unserer Gemeinde zusammenstehen und sich gegenseitig helfen.
Helga Utsch, Siegen-Achenbach
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Die 1-Euro-Senioreninitiative
Unsere Seniorenarbeit hat eigentlich ihre Idee von einigen Jugendlichen, die 2005 motiviert von einem Jugendtag zurückkamen. Dort hatten sie gehört, dass über die 1€-Job-Maßnahme Menschen beschäftigt werden könnten. Ob wir das auch als Gemeinde machen könnten, um mit Menschen in Kontakt zu kommen?
Wir erkundigten uns beim Arbeitsamt und bekamen die Genehmigung. So beschäftigten wir zunächst zwei Frauen und drei Männer. Die Frauen halfen Gemeindefamilien mit Kindern und bei der Kinderstundenvorbereitung. Die Männer halfen im Ort bei praktischen Arbeiten, z.B. Bachgeländer streichen, eine Fußgängerbrücke und einen Spielplatz in Ordnung bringen.
Die Gemeinde hatte mich als rüstigen Rentner beauftragt, die Arbeiten zu koordinieren, weil ich als Handwerksmeister aus einem praktischen Beruf kam und mithelfen konnte.
Damit wurden wir als Gemeinde auf einmal im Ort präsent.
Die 1€-Maßnahme geht immer nur über ein halbes Jahr, und die Leute dürfen auch nur 20 Stunden in der Woche arbeiten. Diese Richtlinien sind vorgegeben.
Montagmorgen gibt es ein gemeinsames Frühstück mit den Leuten, bei dem auch eine evangelistische Botschaft weitergegeben wird. Damit werden die Leute, die sonst nichts mit dem Christentum zu tun hatten, mit dem Evangelium konfrontiert.
Auch im zweiten Jahr konnten wir so weiterarbeiten. Es wurden 10 Bänke gebaut, die um das Dorf Herold herum aufgestellt wurden. Mit dem Bauamt wurden anhand eines Lageplanes abgesprochen, wo die Bänke aufgestellt werden sollten.
Die Frauen waren wieder bei den Familien beschäftigt.
Inzwischen hatte sich die Arbeit im Dorf herumgesprochen und die Gemeinde fing mit einer Seniorenarbeit an. Unsere ehemalige Bürgermeisterin wurde von der Stadt beauftragt, Seniorenbeauftragte für Herold zu sein. Sie hatte erfahren, dass auch unsere Gemeinde Seniorenarbeit macht. Sie rief mich an und sagte: „Herr Deckert, ich würde mich gerne mal mit Ihnen unterhalten und Ihnen mein Konzept für die Seniorenarbeit vorstellen.“
Ich sagte zu ihr: „Das beste ist, Sie kommen direkt in unseren Gottesdienst und stellen Ihr Vorhaben der ganzen Gemeinde vor. Dann hören es gleich alle und ich brauch es nicht zu übersetzen.“ Sie kam und erlebte unseren Gottesdienst mit.
Wir versprachen, wenn wir wieder eine Genehmigung bekämen, ihr zu helfen. Und wir bekamen dafür wieder für ein halbes Jahr drei Frauen vom Arbeitsamt und das nächst halbe Jahr wieder drei andere Frauen. Rund um die Uhr können wir jetzt Senioren im Ort betreuen.
Die Seniorenbeauftragte gab mir 37 Adressen von Rentnern, die wir besuchen konnten. Das erste Mal ging sie mit, um die Frauen einzuführen. Was Besseres konnte uns gar nicht passieren, denn damit kamen die Besuche nicht nur von unserer Gemeinde, sondern auch amtlich.
Dann hatten wir die Idee eines Seniorentreffens, das wir heute alle sechs Wochen durchführen. Vor einer Woche war wieder eins, bei dem 20 – 50 gemeindefremde Senioren dabei waren. Es wird Kaffee getrunken und immer eine biblische Botschaft weiter gegeben. Das ist unser missionarischer Auftrag, den wir als Senioren jetzt sehen. Wir sind eine Gemeinde mit 75 Gliedern, davon aber nur eine Handvoll Rentner. Wir, als kleine Seniorengruppe, wollen versuchen, aktiv zu sein und die Frohe Botschaft den Menschen zu bringen.
Das ist unser Auftrag und ich bin dankbar, dass ich mich noch ein Stück mit einbringen darf.
Die 1€-Jobs wurden mir nicht anvertraut weil ich Handwerksmeister bin, sondern wir haben das als Gemeinde beantragt. Das Arbeitsamt ist uns mittlerweile dankbar und sehr wohl gesonnen, weil wir jeden nehmen, auch Nichtchristen. Sie sagen, dass die Kirchen, die das auch beantragen, nur ihre Leute unterbringen wollen. 
Eine Frau hatten wir, die Atheistin war. Sie bot sich an, auch am Sonntag, bei einer Gemeindeveranstaltung beim Mittagessen vorbereiten zu helfen und beim Abwasch. Heute nimmt sie bereits an einem Glaubens-Grundkurs teil. Dafür sind wir sehr dankbar.
Johannes Decker, Herold, Erzgebirge
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Tägliche Andacht
Impulse für jeden Tag hier online lesen.
Dies & Das
Termine:
Vormerken und anmmelden: 29. – 31.01.2017:
10. SfC-Seminartage in Rehe/WW (Jubiläum!!!)Thema: "Von Jesus reden – Erfahrung

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Bereits jetzt anmelden: 02.-09.09.2016: SfC-Erlebnis- und
Farbiger Herbst in Oberstdorf, Generation 55+, Thema:  "Von Senioren der Bibel lernen"  mit

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